Existenz & Erkenntnis Konsultation
Gibt es ein Leben nach dem Tod? Jochen Kirchhoffs Indizien für eine Anderswelt
Jochen Kirchhoff argumentierte für eine Anderswelt. Intensive Träume bezeichnete er als Indizien, nicht als Beweis; außerdem sprach er über das Erwachen zu sich selbst und über ein eigenes ungewöhnliches Wahrnehmungserlebnis.
Ein Leben nach dem Tod ist nicht bewiesen, und Jochen Kirchhoff, dessen Gespräch mit Gwendolin Kirchhoff dieser Essay folgt, beanspruchte auch keinen Beweis: Er argumentierte für eine Anderswelt anhand von Indizien. Vielleicht ist Dir die Frage nach dem Tod gerade nah: weil ein Mensch gestorben ist, der Dir viel bedeutet hat, oder weil Du spürst, dass Deine eigene Zeit begrenzt ist, und keine der fertigen Antworten Dich überzeugt. Manche dieser Antworten klingen so sicher, als wäre die Frage längst erledigt. Dieser Essay geht einen anderen Weg: Er folgt den Indizien, die Jochen Kirchhoff nannte, ohne sie zu Beweisen zu machen.
#Was passiert nach dem Tod?
Was nach dem Tod passiert, ist eine offene Frage, und die ehrliche Antwort beginnt mit der Unterscheidung dessen, was man weiß, von dem, was man annimmt. Gewiss ist, dass der Körper stirbt und dass ein Mensch, den man geliebt hat, in der sichtbaren Welt nicht mehr erreichbar ist. Ungewiss ist, ob mit dem Körper auch das Bewusstsein endet. Drei Antworten stehen dafür im Raum. Die erste sagt: Mit dem Tod endet alles, das Bewusstsein ist eine Leistung des Gehirns und seiner Nervenzellen und hört mit ihnen auf zu existieren. Diese Position hat einen starken Kern: Niemand ist aus dem Tod zurückgekehrt, um das Gegenteil zu bezeugen. Die zweite Antwort ist religiös; im Gespräch kommt dafür die tibetische Bardo-Vorstellung zur Sprache. Jochen Kirchhoff beschreibt sie als Vorstellung, in der sich das Bewusstsein nach dem Tod weiterentwickelt und nicht ausgelöscht wird (vgl. Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2024, 27:06–27:38). Die dritte Antwort ist eine philosophische, und um sie geht es hier: die Annahme einer Anderswelt, die nach Gwendolin Kirchhoffs Zusammenfassung der Lehre ihres Vaters die eigentliche Heimat der Toten ist und die physisch-sinnliche Welt doch fortwährend zu durchdringen scheint.
Jochen Kirchhoff (1944–2025), Naturphilosoph und Vater von Gwendolin Kirchhoff, hat den Gedanken einer Anderswelt in seinem Buch Die Anderswelt (2002) ausgearbeitet. In einem gemeinsamen Gespräch, das 2024 auf Gwendolin Kirchhoffs Kanal erschien, sind Vater und Tochter ihm nachgegangen. Kirchhoff trat darin für die Existenz einer Anderswelt ein, unterschied dabei aber zwischen Indizien und Beweisen (vgl. Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2024, 03:42–04:05 und 05:31–07:05). Die Frage, wie Du mit Deiner Sterblichkeit leben kannst, ist damit noch nicht beantwortet; ihr geht der Essay Nachdenken über den Tod nach.
#Ist der Glaube an ein Jenseits nur Wunschdenken?
Ob der Glaube an ein Jenseits Wunschdenken ist, hat Gwendolin Kirchhoff ihren Vater zu Beginn des Gesprächs selbst gefragt: ob die Beschäftigung mit einem außerkörperlichen Jenseits nicht „Wunschdenken und überhaupt komplett unwissbar, wesenhaft spekulativ und vielleicht sogar Selbstbetrug“ sei (Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2024, 02:00–02:06). Dazu las sie Nietzsche vor. In Also sprach Zarathustra heißt es über die Hinterweltler, die Erfinder jenseitiger Welten:
Nietzsche deutet die Hinterwelten als Schöpfungen von Leiden und Unvermögen. Jochen Kirchhoff wich diesem Argument nicht aus. „Was Nietzsche da sagt, kann ich gut nachvollziehen“, antwortete er (ebd., 03:19), und er räumte ein, dass Menschen sich oft in eine andersweltliche Scheinwelt hineinfantasieren (vgl. ebd., 03:30–03:41). Er sprach dennoch für die Anderswelt, „ganz einfach, weil es viele Indizien gibt“ (ebd., 03:52): empirische Indizien dafür, dass die physisch-sinnliche Welt nicht das Einzige sein kann, was existiert (vgl. ebd., 03:52–04:05). Es gebe eine unendliche Fülle von Erfahrungsberichten, die den Schluss nahelegten, dass der Mensch mehr ist als nur das Physisch-Sinnliche, und das sei eine Grunderfahrung in allen Kulturen (vgl. ebd., 04:03–04:20). Die Herausforderung bestehe darin, sich dieser Frage zu stellen, „ohne dass man in eine spekulative Fantasterei hineingerät“ (ebd., 04:54).
#Was meint Jochen Kirchhoff mit der Anderswelt?
Die Anderswelt ist in Jochen Kirchhoffs Lehre, wie Gwendolin Kirchhoff sie zu Beginn des Gesprächs zusammenfasste, die eigentliche Heimat der Toten: Der Tod in der physisch-sinnlichen Welt entspricht einer Geburt in der Anderswelt, und umgekehrt (vgl. Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2024, 01:12–01:26). Gwendolin Kirchhoff verbindet das Wort dabei mit dem keltischen Annwn (vgl. ebd., 01:13–01:17). Und doch, so sagte sie weiter, scheinen beide Welten einander fortwährend zu durchdringen, in dem Geheimnis, das Jochen Kirchhoff mit dem Philosophen Helmut Friedrich Krause in die Formel fasst, Weltraum sei gleich Weltseele (vgl. ebd., 01:26–01:36). Sein Buch dazu trägt den Untertitel Eine Annäherung an die Wirklichkeit (Kirchhoff, J., 2002). In einem anderen Gespräch mit Gwendolin Kirchhoff beschrieb er es als Buch über Raum, Zeit und Selbst in veränderten Bewusstseinszuständen, in dem immer neu gefragt wird, was Wirklichkeit ist (vgl. Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2025, 36:07–37:01).
Entscheidend ist der Status dieser These. Kirchhoff behauptet nicht, die Anderswelt beweisen zu können. Über die Träume, sein erstes Beispiel, sagt er: „Ich würde zunächst mal von Indizien sprechen.“ (Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2024, 07:03–07:05) Wie Jochen Kirchhoff das Mythische als eine immer anwesende Schicht der Wirklichkeit dachte, führt der Essay Das Mythische weiter.
#Welche Erfahrungen bringt Jochen Kirchhoff mit der Anderswelt in Verbindung?
Im Gespräch behandelt Jochen Kirchhoff intensive Träume, das Erwachen des Menschen zu sich selbst und ein eigenes ungewöhnliches Wahrnehmungserlebnis; diese Dreiergruppe ist die Zusammenstellung dieses Essays, nicht seine. Ausdrücklich als Indiz bezeichnete er die Träume. Intensive Träume sind nach Kirchhoff so konsistent, so lebendig und so eigenartig, dass sie den Schluss nahelegen könnten, da sei etwas angesprochen, was sich aus dem Physischen nicht erklären lässt; ein Beweis für die ontologische Realität der Träume sei das ausdrücklich nicht (vgl. Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2024, 05:31–07:05).
Ein weiterer Gedanke betrifft das Erwachen zu sich selbst, das Kirchhoff eine ganz wesentliche und elementare Frage nannte (vgl. ebd., 07:47–07:52). Jeder Mensch erwacht irgendwann zu sich selbst und findet sich vor, und Kirchhoff nannte diesen Vorgang einen tief mysteriösen Prozess, der sich wissenschaftlich nicht erklären lässt (vgl. ebd., 07:43–08:15). Er zog daraus einen scharfen Schluss: „die Verengung der Existenz auf die Spanne zwischen Geburt und Tod ist eigentlich grotesk“ (ebd., 08:43). Wer keine Anderswelt annimmt, weder vor der Geburt noch nach dem Tod, muss nach Kirchhoff annehmen, dass der Einzelne in seiner Existenz aus dem Nichts aufgestiegen ist, und das hielt er für extrem unwahrscheinlich (vgl. ebd., 09:25–10:13). Einen Grundsatz formulierte er so: „Bewusstsein kann nur aus Bewusstsein entstehen.“ (ebd., 12:35–12:38) Dagegen stellte er die Behauptung, tote Materie bringe einfach so Leben hervor, und nannte sie eine pure, nie bewiesene Behauptung der Wissenschaft (vgl. ebd., 12:40–13:00). Beides sind philosophische Positionen, keine Messergebnisse.
Später berichtet Kirchhoff von einem eigenen ungewöhnlichen Wahrnehmungserlebnis im Jahr 1976: In völlig wachem, klarem Bewusstsein habe er alles um sich herum ganz klar gesehen, und er fügte sofort hinzu, das sei „kein Beweis dafür, dass es eine andere Welt gibt, aber es ist zumindest eigenartig“ (vgl. ebd., 26:02–26:27; Zitat 26:24–26:27). Gwendolin Kirchhoff ordnete es als außerkörperlich ein (vgl. ebd., 26:27–26:30). Der Eintrag Nahtoderfahrung beschreibt, was es mit Nahtoderfahrungen auf sich hat und warum Kirchhoff sie nur für einen Sonderfall der Todesnähe hielt.
#Warum spielt der Raum für die Frage nach dem Tod eine Rolle?
Der Raum spielt eine Rolle, weil Jochen Kirchhoff das Bewusstsein für etwas Räumliches hielt und nicht für etwas, das jenseits von Raum und Zeit schwebt. Die idealistischen Philosophen hätten so getan, als sei der Mensch in seinem Bewusstsein jenseits von Raum und Zeit, und auch spirituelle Menschen und Esoteriker redeten gern von Raum- und Zeitlosigkeit; Kirchhoff fand das eigenartig, weil sie doch im Raum und in der Zeit leben, und hielt dagegen, alles spreche dafür, dass das Bewusstsein etwas Räumliches ist (vgl. Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2024, 17:19–18:05). Er zog dafür die Leibphänomenologie von Hermann Schmitz heran (vgl. ebd., 18:05–18:15). Ein Sänger oder ein Vortragender dehnt sich nach Kirchhoff atmosphärisch in den Raum aus, und in einer Depression, so Kirchhoff über eine eigene Erfahrung, könne man dagegen ganz klein werden, wie zum Punkt (vgl. ebd., 20:58–21:52).
Gwendolin Kirchhoff hat aus diesem Gedanken im Gespräch eine Frage gemacht. Sie beschrieb den Raum als dasjenige Medium, durch das Dinge in Kontakt gehen (vgl. ebd., 22:32–22:53). Ihr erster Ansatzpunkt sei, „zu sagen, eigentlich fußt ein substanzieller Teil des Menschen im Raum selber“ (ebd., 24:41), und daraus ergab sich ihre Frage: Wenn der Raum unzerstörbar, ewig und unendlich ist, wie soll dann der Tod die Form der Realität haben, die man sich so vorstellt (vgl. ebd., 24:45–25:00)? Sie stellt das als Frage, nicht als Lehrsatz, und so sollte man es lesen. Wer sich mit dieser Raumhaftigkeit des Erlebens beschäftigen will, findet sie im Eintrag Raumorgan ausgeführt.
Einen weiteren Gedanken übernimmt Jochen Kirchhoff von Schelling, der nach seinen Worten mit Recht sage, die Welt sei halbreal (vgl. ebd., 35:44–35:52). Von vornherein, sagte er, gehe er davon aus, dass die physisch-sinnliche Welt halbreal ist (vgl. ebd., 35:44–36:07), und er setzte hinzu: „Und das begreift man in Todesnähe, dass sie nämlich nicht wirklich real ist.“ (ebd., 36:09) Auch das ist eine Annahme; Kirchhoff formuliert sie selbst als Voraussetzung, von der er von vornherein ausgeht. Er meinte, sie lasse sich immer wieder empirisch belegen, weil man in bestimmten Momenten ganz genau spüre, dass etwas gar nicht wirklich ist (vgl. ebd., 36:55–37:10).
#Ist die Frage nach dem Tod dieselbe wie die nach der Geburt?
Für Jochen Kirchhoff ist die Frage, was nach dem Tod kommt, dieselbe wie die Frage, was vor der Geburt war, und diese zweite Frage wird nach seiner Beobachtung meistens gar nicht gestellt (vgl. Kirchhoff, J., 2021, „Was wollte Schopenhauer?“, 1:03:04–1:09:15). Arthur Schopenhauer hat den Zusammenhang 1844 im zweiten Band seines Hauptwerks so formuliert:
Schopenhauer bemerkt im selben Kapitel, dass die Frage nach dem Zustand nach dem Tod weit öfter erörtert worden sei als die nach dem Zustand vor der Geburt, obwohl beide gleich berechtigt seien und wer die eine beantwortet hätte, wohl auch mit der anderen im Klaren wäre (vgl. Schopenhauer, 1844, Die Welt als Wille und Vorstellung, Bd. 2, Kap. 41). Jochen Kirchhoff las diese Stelle in einem Gespräch über Schopenhauer vor und merkte an, dass ihm schon vor vielen Jahren deutlich geworden sei, dass beide Fragen dieselbe sind (vgl. Kirchhoff, J., 2021, „Was wollte Schopenhauer?“, 1:03:04–1:09:15). Wer über ein Leben nach dem Tod nachdenkt, denkt in dieser Sicht auch über die Vorgeburtlichkeit des Menschen nach.
Gwendolin Kirchhoff hat in ihrem eigenen Vortrag über den Tod geschildert, wie sich ihre Kindheitsangst vor der eigenen Sterblichkeit mit etwa fünfzehn Jahren auflöste. In ihrer Vorstellung des Todes als dunkler Raum, lebendig begraben wie unter einem Granitblock, bemerkte sie einen Denkfehler: In diesem Bild „kann ich gar nicht gestorben sein, sondern lebe ja noch“, und „das kann nicht der Tod sein“ (Kirchhoff, G., 2024, 06:08–06:52 und 10:21–10:41). An die Stelle der Angst trat, was sie die „Unausweichlichkeit des Lebens“ nennt (ebd., 10:56). Bemerkenswert ist, dass sie diese Einsicht nicht an eine bestimmte Jenseitsvorstellung bindet. Sie sei in einem buddhistisch geprägten Haushalt aufgewachsen, in dem die Wiedergeburt selbstverständlich war (vgl. ebd., 04:54–05:02), und auch damals sei ihr sofort der Gedanke der Wiedergeburt gekommen; man könne aber ebenso gut eine Weltdeutung annehmen, nach der einfach Schluss ist: „so oder so ist das Leben völlig unausweichlich“ (vgl. ebd., 11:01–11:42; Zitat 11:39–11:42). Die Phänomenologie dieser Angst entfaltet der Essay Nachdenken über den Tod ausführlich.
#Sind die Toten noch bei uns?
Aus systemischer Sicht wirken die Toten in das Leben der Lebenden hinein. Gwendolin Kirchhoff sagt in ihrem Vortrag über die systemische Sicht, die Toten seien den Lebenden „in ihrer Wirksamkeit gleichgestellt“ (Kirchhoff, G., 2024, 34:28–34:30). Dafür, dass sich jemand emotional auswirkt, mache es keinen Unterschied, ob er lebt oder tot ist; man könne etwa auf der Ebene der Toten eine Verstrickung lösen, einen Konflikt zwischen Mutter und Tochter, und das wirke bis zu den Nachgeborenen, obwohl die emotionale Bewegung zwischen zwei Personen stattfand, die beide nicht mehr leben (vgl. ebd., 34:29–35:00). Sie spricht dabei ausdrücklich aus systemischer Sicht, wie sie auch der Familienaufstellung zugrunde liegt (vgl. ebd., 34:11–34:25).
Wer einen Menschen verloren hat, kennt vielleicht diese Gegenwart ohne jede Theorie: Der Verstorbene ist nicht mehr da, und doch bestimmt er weiter mit, wie man fühlt, entscheidet und sich erinnert. Wie Trauer verläuft, behandelt der Essay über die Trauerphasen; was der Tod der eigenen Mutter bedeuten kann, der Essay Trauer um die Mutter.
#Ist der Tod nur ein Übergang in eine andere Welt?
Der Tod ist für Jochen Kirchhoff kein einfacher, schlichter Schritt von einer Sphäre in die andere, sondern auch eine Beraubung. Am Ende des Gesprächs über die Anderswelt, nach einem langen Weg über Träume, Bardo und Todesnähe, setzte er einen Gegenakzent: „der Tod ist auch eine ungeheure Beraubung“ (Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2024, 48:38–48:40). „Kann auch furchtbar sein für alle Angehörigen und für den, der stirbt.“ (ebd., 48:49–48:53) Viele spirituell gestimmte Menschen neigten dazu, so Kirchhoff, alles gleich in eine bestimmte Sphäre hineinzuziehen (vgl. ebd., 48:55–49:05). Dagegen setzte er die Beraubung: das Mysterium eines Menschen, den man sterben sah und der dann leblos vor einem liegt, genau wie vorher und doch nicht mehr beseelt (vgl. ebd., 49:05–49:45).
Kirchhoff nannte den Tod einen elementaren Durchgang, der mit viel Leid zu tun hat (vgl. ebd., 50:05–50:25); Gwendolin Kirchhoff ergänzte, er habe zugleich auch mit Weitung zu tun, in den Lebensraum hinein (vgl. ebd., 50:26–50:31).
#Was bleibt, wenn die Frage offen bleibt?
Wenn die Frage nach einem Leben nach dem Tod offen bleibt, bleiben die Stimmen, die dieser Essay nebeneinandergestellt hat. Jochen Kirchhoff hielt das materialistische Bild eines Menschen, der aus dem Nichts kommt und ins Nichts geht, für zu kurz gedacht (vgl. Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J., 2024, 12:00–12:05 und 14:48–15:05); Nietzsche deutete die Hinterwelten als Schöpfungen von Leiden und Unvermögen. Gwendolin Kirchhoff hat beide Stimmen in einem Gespräch zusammengebracht, und in ihrem eigenen Vortrag hat sie eine Einsicht beschrieben, die sie ausdrücklich für beide Fälle formuliert, für die Wiedergeburt wie für ein einfaches Ende: „so oder so ist das Leben völlig unausweichlich“ (Kirchhoff, G., 2024, 11:01–11:42; Zitat 11:39–11:42).
Wenn Dich der Tod eines Menschen beschäftigt oder die eigene Endlichkeit Fragen aufwirft, findest Du in den Essays über die existenzielle Krise und die Lebenskrise Gedanken, die weiterführen. Wenn die Trauer um einen Menschen Dich persönlich beschäftigt, findest Du hier, wie eine Trauerbegleitung bei mir abläuft.
#Quellen
- Kirchhoff, G. (2024). „Nachdenken über den Tod (1)“ [Video]. SYMPOSIUM, YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=KSltRJB88jg, 04:51–05:13, 06:08–06:52, 09:57–11:42 und 34:11–35:10.
- Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J. (2024). „Die Anderswelt: Nachdenken über den Tod (2) – Ein Gespräch mit Jochen Kirchhoff“ [Video]. SYMPOSIUM, YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=o-secv4Z-pM.
- Kirchhoff, G. & Kirchhoff, J. (2025). „Was ist der Sinn des Lebens? – Ein Gespräch mit Jochen Kirchhoff“ [Video]. SYMPOSIUM, YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=yjDEu6-D0vg, 36:07–37:01.
- Kirchhoff, J. (2002). Die Anderswelt: Eine Annäherung an die Wirklichkeit. Klein Jasedow: Drachen Verlag.
- Kirchhoff, J. (2021). „Was wollte Schopenhauer?“ [Video]. Jochen Kirchhoff – In Memoriam, YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=bf8BeB3mbwc, 1:03:04–1:09:15.
- Nietzsche, F. (1883). Also sprach Zarathustra. Erster Teil, „Von den Hinterweltlern“.
- Schopenhauer, A. (1844). Die Welt als Wille und Vorstellung, Zweiter Band. Leipzig: Brockhaus. Kap. 41, über den Tod und die Unzerstörbarkeit unseres Wesens an sich.
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