Lexikon Existenz & Erkenntnis

Perinatale Matrize

Definition

Die Perinatale Matrize ist die vierstufige Form, in der unprozessierte emotionale Prozesse ablaufen: amniotischer Einklang, Eingesperrtheit, Stolzbewegung mit Verantwortungsübernahme, Durchstoß zu einer neuen Form von Erfahrung unter Menschen. Erst nach Phase 4 nimmt der Mensch die anderen wieder vollständig wahr.

Die Perinatale Matrize ist nicht der natürliche Verlauf eines emotionalen Prozesses, sondern die Form, in der ein emotionaler Prozess abläuft, der nicht prozessiert wird. Wer durch eine Erschütterung hindurchgeht, ohne sie zu Ende kommen zu lassen, wandert nicht beliebig, sondern auf einer geprägten Bahn. Vier Phasen mit fast geometrischer Wiederkehr: ein Anfangs-Einklang, der wie eine Illusion zerreißt; eine Eingesperrtheit, in der die Welt sich gegen einen wendet; eine Stolzbewegung, die mit Verantwortungsübernahme einhergeht; ein Durchstoß in eine neue Form von Erfahrung unter Menschen. Erst nach dem Durchstoß nimmt man die anderen wieder vollständig wahr.

#Vier Phasen, eine Bewegung

Die erste Phase ist das amniotische Einklangsgefühl. Etwas trägt, etwas hält, die Welt scheint zu stimmen. Diese Phase fühlt sich nicht wie der Beginn eines Prozesses an, sondern wie ein Zustand, der bleiben wird. Genau in dieser Sicherheit liegt ihre Eigenart: Sie wird wie eine Illusion durchbrochen werden müssen, damit der Prozess überhaupt beginnen kann.

Die zweite Phase bricht mit großer Ernüchterung ein. Es entsteht eine große Eingesperrtheit, ein offeneres “Die Welt ist gegen mich, es läuft schief”. Du erfährst Dich in einem Container ohne Ausgang, und der Container ist der eigene Prozess. Diese Phase ist die zäheste; sie ist auch die Phase, in der die meisten Lösungsversuche ansetzen, die die Bewegung gerade nicht zu Ende bringen: Beruhigung, Ablenkung, Hineinverhandeln in das Außen.

Die dritte Phase ist eine Stolzbewegung, die nicht in narzisstische Selbsterhöhung kippt, weil sie mit Verantwortungsübernahme einhergeht. Du nimmst die Sache, wie sie liegt, und Dich darin als die Person, die sie zu tragen hat. Wenn alles gut läuft, kann sich aus dieser Bewegung eine Vision bilden. Es ist die Phase, in der die Eingesperrtheit nicht aufgelöst, sondern beantwortet wird.

Die vierte Phase ist der Durchstoß in eine neue Form von Erfahrung unter Menschen. Was hier durchbricht, ist keine bessere Selbsterzählung, sondern eine veränderte Wahrnehmung der anderen. Erst hier nimmst Du die anderen wieder vollständig wahr, unter ihnen, bei ihnen, mit ihnen. Vor diesem Durchstoß bist Du in Deinem emotionalen Prozess gefangen in Dir selbst, vereinzelt und individualisiert; das ist keine Schwäche, sondern die strukturelle Bedingung des Durchbruchs.

#Warum die egoische Verzerrung notwendig ist

Die schwer zugängliche Pointe ist, dass die Ich-Bezogenheit zwischen Phase 2 und Phase 4 kein moralischer Defekt ist, sondern die tragende Kraft der Bewegung. Eine bestimmte egoische Zuziehung in der Ich-Bezogenheit ist genau das, was notwendig ist, damit der Durchbruch gelingt (Kirchhoff, Vortrag zur Ethik, 30. April 2026). Wer in der Eingesperrtheit aufhört, sich auf sich zu beziehen, beruhigt den Prozess, aber beendet ihn nicht.

Hier liegt die diagnostische Schärfe gegenüber zwei verbreiteten Fehldeutungen. Die erste hält die egoische Phase für Egoismus, drängt früh auf Empathie und “Loslassen” und unterbricht damit gerade die Phase, die den Durchbruch trägt. Die zweite hält die Eingesperrtheit für ein Symptom, das mit kognitiver Selbstberuhigung zu lindern wäre, also mit einer besänftigenden Geschichte über die eigene Lage. Beruhigung ist möglich, aber sie ist nicht der Durchstoß; sie ersetzt Phase 3 durch eine Beschwichtigung, die im Innenraum bleibt und Phase 4 strukturell nicht mehr erreichen kann.

#Strukturanleihe bei Grof, Verallgemeinerung durch Kirchhoff

Der Begriff perinatale Matrize stammt aus der Bewusstseinsforschung Stanislav Grofs (geboren 1931). In Realms of the Human Unconscious (1975), auf Deutsch Topographie des Unbewussten, beschreibt Grof aus jahrelanger LSD-Therapieforschung vier Basic Perinatal Matrices, die er an den Stadien der biologischen Geburt orientiert: BPM I für die intrauterine Einheit, BPM II für die einsetzende Wehe ohne Ausweg, BPM III für den Geburtskampf, BPM IV für den Durchtritt (vgl. Grof, Topographie des Unbewussten, Stuttgart: Klett-Cotta, 1975/1978).

Gwendolin Kirchhoff übernimmt von Grof die Form, nicht dessen Bindung an die biologische Geburt. Ihre Lesart ist allgemeiner: Die vierstufige Bewegung ist nicht die Wiederholung des Ur-Geburtsereignisses, sondern die Gestalt, in der unprozessierte emotionale Prozesse abzulaufen pflegen. Die Geburt liefert das Modell, weil sie die paradigmatische Form eines Durchgangs ist: Einheit, Enge, Kampf, Durchbruch. Die Matrize wirkt überall dort, wo ein emotionaler Prozess die gleiche Bahn zieht, ob bei einem Beziehungsabschluss, einer beruflichen Krise, einem Gewahrwerden eigener Beteiligung. Diese Verallgemeinerung ist Kirchhoffs eigene Setzung, eine Strukturanleihe, die Grof so nicht gemacht hätte.

Der Vortrag zur Ethik vom 30. April 2026 macht zudem deutlich, dass mehrere Vorgeburtlichkeiten gleichzeitig laufen können, eine fundamentale und viele kleinere. Jede dieser Vorgeburtlichkeiten ist im Inneren eine perinatale Matrize, die ihre vier Phasen sucht. Was unprozessiert bleibt, drückt sich in den nächsten Container hinein und beginnt das Spiel von vorn.

#Was hat Komfort mit der ersten Geburtsstufe zu tun?

Aus Gwendolin Kirchhoffs Sicht ist „der eigentliche Komfort, von dem alle reden“, ein Zurück in die erste Stufe des Geburtsprozesses, die amniotische Einheit, wenn man die zweite Stufe fühlt, anstatt in die dritte Stufe zu gehen (Kirchhoff, 2026, „Wie frei sind wir wirklich?“, 16:41–17:21). Sie sagt das im Gespräch mit Elisa Gratias, das TransitionTV im Oktober 2026 veröffentlicht hat. Gratias hatte als ihr Fazit formuliert, man solle sich vielleicht wieder mehr an Helden orientieren und nicht an dem Wort Sicherheit, das gerade in Deutschland, wie sie glaube, eine extrem große Bedeutung habe und uns eigentlich davon abhalte, unsere eigene Heldenreise anzutreten (vgl. ebd., 13:32–13:53). Kirchhoff fragt zurück, was denn ein Held und was eine Heldenreise sei, und antwortet mit den Geburtsprozessen: Unsere emotionalen Entwicklungsprozesse hätten dieselbe Gestalt wie Geburtsprozesse (vgl. ebd., 13:53–14:12).

Die perinatalen Matrizen sind Grofs Begriff. Grof selbst setzt in Topographie des Unbewussten vier typische Erfahrungsmuster aus LSD-Sitzungen „mit den aufeinanderfolgenden Stadien des biologischen Geburtsvorganges“ in Verbindung und betont über dieses sein eigenes Modell, es dürfe beim gegenwärtigen Wissensstand nur als „ein sehr nützliches Modell“ betrachtet werden, das „nicht notwendigerweise einen Kausalzusammenhang mit der tatsächlichen biologischen Geburt“ impliziere (Grof, 1975/1978, Kap. 4).

Die Stufen der Geburtsprozesse, von denen sie spricht, schildert Kirchhoff ausgehend von Stanislav Grof und der perinatalen Geburtsmatrize (vgl. Kirchhoff, 2026, „Wie frei sind wir wirklich?“, 14:36–14:45). Am Anfang stehe ein Zustand der amniotischen Einheit: verschmolzen mit der Mutter, mit wunderbaren ozeanischen Gefühlen. Mit dem Einsetzen des Geburtsprozesses gehe es in die zweite Phase, mit Gefühlen von Opfertum und Gefangenheit, einer ganz großen Enge; aus der Verbundenheit werde eine enge, unangenehme Selbstbezogenheit, und die eben noch schöne Lebensumgebung sei auf einmal ein Gefängnis. In der dritten Stufe komme ein noch sehr selbstbezogener, titanisch kraftvoller Impuls, die eigene Macht zu ergreifen. In der vierten Stufe sei der Mensch draußen aus der Mutter und begegne ihr und damit zum ersten Mal einem anderen Menschen; damit ende diese Selbstbezogenheit (vgl. ebd., 14:42–15:50).

Gleich danach trennt sie selbst, was von Grof stammt und was von ihr. In den Satz über diese Prozessfolge schiebt sie ein, das sei übrigens von ihr: „das habe ich nicht von Grof“ (ebd., 15:49–15:59). Diese Prozessfolge der Geburtsprozesse sei der Zyklus der immer wieder neu stattfindenden Wiedergeburten, die Menschen während ihrer Lebenszeit erleben (vgl. ebd., 15:59–16:10).

Wenig später, in derselben Antwort, kommt sie auf den Komfort zu sprechen. Wenn man quasi in der ersten Stufe sei, der amniotischen Einheit, in der man spürt, es ist friedlich im Uterus, dann „möchte man da ja nicht weg“ (Kirchhoff, 2026, „Wie frei sind wir wirklich?“, 16:41–16:52). Sehr viel von dem, was sie in Suchtprozessen sehe, sei ein Versuch, an diesen Ort zurückzukehren (vgl. ebd., 16:51–16:58). Das sei nicht die Kontaktfläche und der echte Kontakt, der Blick nach außen in die Welt, sondern sozusagen ein Sich-Fühlen, ein behagliches Sich-Fühlen, das Menschen wieder aufzusuchen versuchen (vgl. ebd., 16:57–17:12). Eine Diagnose oder Behandlung von Sucht beschreibt sie an dieser Stelle nicht.

Was der Schritt in die dritte Stufe bedeutet, sagt sie gleich danach: erst einmal, seinen Ich-Impuls richtig nach außen durchzusetzen. Das müsse jeder Unternehmer notwendig machen, es gehe gar nicht anders; dieses Aus-sich-Herausgehen, buchstäblich auf den anderen zu, liege dem unternehmerischen Handeln wesenhaft zugrunde (vgl. ebd., 17:20–17:39). Wie Menschen das erleben, sei sehr unterschiedlich: Für manche sei es ganz einfach, für andere schwieriger oder nicht so ganz natürlich (vgl. ebd., 17:38–17:49). Diese Menschen hätten eher Rückzugstendenzen, die übrigens auch ihre Richtigkeit hätten; das wolle sie mal sagen, „weil das vielleicht auch oft anders gesehen wird“ (ebd., 17:48–17:55). Es sei nicht bloß ein Vermeiden von Kontakt oder Sozialleben: Sie gehe davon aus, dass manche Menschen Träger einer bestimmten Erinnerung seien, einer gedanklichen Verbindung mit dem Ursprung, die sie vor einer bestimmten Form von harschen Einflüssen von außen schützen müssten; hier gehe es um ein Bewahren im guten Sinne (vgl. ebd., 17:54–18:19). Nur könne der Rückzug beide Qualitäten haben: Ist es ein „Bewahren einer ursprünglichen Verbindung“ oder ein „Vermeiden der notwendigen Konfrontation mit dem Leben“ (ebd., 18:19–18:31)? Zu dieser Konfrontation gehöre, dass man seine Autonomie zum Ausdruck bringe, zum Beispiel auch in Konflikten zu sich stehe und sich dem anderen gegenüber auf eine angemessene Art und Weise zum Ausdruck bringe (vgl. ebd., 18:30–18:42).

#Was die Matrize nicht ist

Die Perinatale Matrize ist kein linearer Heilungsverlauf. Linear gedachte Modelle versprechen, dass aus einer Wunde durch Bearbeitung ein Geheilter wird, der sich seines Heils sicher sein darf. Die Matrize sagt etwas anderes: dass eine bestimmte Bewegung eine eigene Geometrie hat, die durchlaufen werden muss, und dass mehrere solcher Bewegungen parallel und wiederholt geschehen. Der Durchstoß in Phase 4 ist real, aber er ist nicht das Ende aller emotionalen Prozesse, sondern das Ende dieses einen.

Sie ist auch keine beliebige Therapiemetapher, in die jede schwierige Phase nachträglich eingelesen werden könnte. Die vier Phasen sind diagnostisch nur dort tragfähig, wo ein Einklangsgefühl durchbrochen wurde, wo eine Eingesperrtheit folgte, die sich nicht durch Außenveränderung lösen ließ, wo eine Stolzbewegung mit Verantwortungsübernahme einsetzte, und wo am Ende eine veränderte Wahrnehmung der anderen erreichbar wurde. Wo eines dieser Momente fehlt, beschreibt die Matrize den Vorgang nicht.

Schließlich ist sie nicht das Stages-of-grief-Schema von Elisabeth Kübler-Ross (Verleugnung, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz). Beide wirken äußerlich verwandt, aber das Stages-Modell endet in Akzeptanz, einer inneren Zustimmung zur Lage. Die Perinatale Matrize endet in einem Durchstoß zu den anderen. Akzeptanz und Durchstoß sind nicht dasselbe; das eine ist eine innere Versöhnung, das andere eine veränderte Form von Welt-Anwesenheit.

#In der Begleitung

In der philosophischen Arbeit dient die Matrize weniger als Diagnose-Etikett denn als Orientierung darüber, in welcher Phase eine Person gerade steht und welche Versuchung dieser Phase eigen ist. In Phase 2 ist die häufigste Versuchung der vorzeitige Ausbruch, in dem das Außen beschuldigt und der Prozess unterlaufen wird. In Phase 3 ist die häufigste Versuchung die Verwechslung von Stolz mit Selbsterhöhung; die Verantwortungsübernahme bleibt aus, der Stolz wird leer. Phase 4 lässt sich nicht herstellen, sie kommt; was sich tun lässt, ist die früheren Phasen nicht in eine schnelle Beruhigung umzulenken.

Damit verbindet sich die Matrize unmittelbar mit der Ethik der geschlossenen Loops. Was ein offener Loop ist, hat im Inneren die Form einer perinatalen Matrize, die nicht zu Ende geht; sie steckt zwischen Phase 2 und Phase 3 fest oder wird durch Beschwichtigung beendet. Der Geburtsprozess ist die Matrize in ihrer paradigmatischen Form; die Vorgeburtlichkeit der allgemeinere Zustand, in dem mehrere Matrizen gleichzeitig laufen.

#Quellen

  • Grof, S. (1975). Realms of the Human Unconscious: Observations from LSD Research. New York: Viking Press. Die ursprüngliche Ausarbeitung der vier Basic Perinatal Matrices.
  • Grof, S. (1975/1978). Topographie des Unbewussten. Stuttgart: Klett-Cotta. Deutsche Ausgabe.
  • Grof, S. (1987). Das Abenteuer der Selbstentdeckung. München: Kösel. Vertiefung der perinatalen Forschung, insbesondere zur vierten Matrix.
  • Kirchhoff, G. (2026). Vortrag zur Ethik (Teil 1 + Teil 2), 30. April 2026. Generalisierung der vier Phasen auf jeden unprozessierten emotionalen Prozess.
  • Kirchhoff, G. (2026). „«Wie frei sind wir wirklich?» Gwendolin Kirchhoff über Fremdbestimmung, Wut & die Macht der Gedanken“ [Video]. Gespräch mit Elisa Gratias, TransitionTV, YouTube, 10.10.2026. https://www.youtube.com/watch?v=VTW7B162RPs (Zeitmarken 13:32–18:42).

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Perinatale Matrize?
Die Perinatale Matrize ist die vierstufige Prozessform, in der unprozessierte emotionale Bewegungen ablaufen: ein amniotisches Einklangsgefühl, das wie eine Illusion durchbrochen wird; eine Phase großer Eingesperrtheit, in der die Welt gegen einen zu sein scheint; eine Stolzbewegung, die mit Verantwortungsübernahme einhergeht und mögliche Vision freigibt; und ein Durchstoß in eine neue Form von Erfahrung unter Menschen. Erst nach dem Durchstoß nimmt der Mensch die anderen wieder vollständig wahr.
Wie verhält sich Gwendolin Kirchhoffs Perinatale Matrize zu Stanislav Grof?
Stanislav Grof prägte den Begriff der Basic Perinatal Matrices in seiner LSD-Forschung der 1960er und 1970er Jahre und veröffentlichte ihn ausgearbeitet in *Realms of the Human Unconscious* (1975). Bei Grof bezeichnen die vier Matrizen Tiefenstrukturen, die an den Stadien der biologischen Geburt hängen. Gwendolin Kirchhoff übernimmt die strukturelle Form, löst sie aber von der pränatal-perinatalen Bindung und liest sie als die Form jedes unprozessierten emotionalen Prozesses überhaupt. Die Strukturanleihe bei Grof bleibt sichtbar; die Verallgemeinerung ist ihre eigene.
Was hat Komfort für Gwendolin Kirchhoff mit der ersten Geburtsstufe zu tun?
Aus Gwendolin Kirchhoffs Sicht ist der eigentliche Komfort, von dem alle reden, ein Zurück in die erste Stufe des Geburtsprozesses, die amniotische Einheit, wenn man die zweite Stufe fühlt, anstatt in die dritte Stufe zu gehen. Die dritte Stufe bedeutet für sie erst einmal, seinen Ich-Impuls richtig nach außen durchzusetzen. Sehr viel von dem, was sie in Suchtprozessen sieht, ist für sie ein Versuch, an den Ort der ersten Stufe zurückzukehren. Sie sagt das im Gespräch mit Elisa Gratias, das TransitionTV im Oktober 2026 veröffentlicht hat.
Warum ist die Ich-Bezogenheit zwischen Phase 2 und Phase 4 nicht ein Fehler?
Vor dem Durchstoß bist Du in Deinem emotionalen Prozess gefangen, vereinzelt, individualisiert, sehr egoisch. Eine bestimmte egoische Zuziehung in der Ich-Bezogenheit ist genau das, was den Durchbruch trägt. Erst nach Phase 4 nimmst Du die anderen wieder vollständig wahr. Die Engführung im Eigenen ist also nicht moralischer Defekt, sondern strukturelle Voraussetzung dafür, dass die Bewegung an ihr Ende kommt.

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